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Regulatorik · Netzentgelte 2027

Netzentgelte 2027: Was die ersten vorläufigen Preisblätter für Industrie und Gewerbe bedeuten

Netzentgelte werden jedes Jahr neu festgelegt und unterscheiden sich je nach Netzbetreiber. 2026 hat der Staat die Kosten mit einem Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro deutlich gesenkt. Die ersten vorläufigen Preisblätter für 2027 zeigen nun wieder steigende Kosten.

12. Oktober 2026 · Datenstand 10. Oktober 2026 · cleverwatt Redaktion

Auf einen Blick

Netzentgelte 2027: bisher rund 7,6 % höher als 2026

Stand 10. Oktober 2026 liegen die jährlichen Netzentgelte in unseren Gewerbe- und Industrie-Beispielen im Mittel rund 7,6 % über 2026. Verglichen wurden dieselben 15 Netzbetreiber bei gleichem Verbrauch. Eine erste Stichprobe, kein bundesweiter Durchschnitt.

  • Nicht jeder Betrieb zahlt dasselbe.Die Kosten hängen vom Netzbetreiber und davon ab, wann und wie viel Strom Ihr Betrieb benötigt. Beim Industrie-Beispiel reichen die vorläufigen Jahreskosten von 14.820 bis 37.086 €.
  • Weniger staatlicher Zuschuss für 2027 geplant.Der Bund will 5,525 statt 6,5 Milliarden Euro zuschießen. Die Gebühren für die großen überregionalen Stromnetze steigen vorläufig um rund 24 %. Ihre gesamte Stromrechnung steigt dadurch nicht automatisch um 24 %.
  • Die Preise sind noch nicht endgültig.28 Preisblätter sind veröffentlicht, 20 ausgewertet. Der geplante Bundeszuschuss ist noch nicht gesetzlich abgesichert.

Einleitung

Netzentgelte sind die Gebühren für die Nutzung der Stromnetze. Sie werden jedes Jahr neu festgelegt und unterscheiden sich von Netzbetreiber zu Netzbetreiber. Deshalb können zwei Betriebe mit gleichem Stromverbrauch sehr unterschiedliche Netzkosten haben.

Im Jahr 2026 hat der Staat die Übertragungsnetzentgelte mit 6,5 Milliarden Euro stark subventioniert. Dieser Zuschuss hat die Netzkosten gesenkt. Für 2027 sind nur noch 5,525 Milliarden Euro vorgesehen; die ersten Preisblätter zeigen wieder steigende Entgelte.

Ein metallverarbeitender Betrieb bezieht jährlich 400.000 kWh bei 200 kW Jahreshöchstlast in Mittelspannung. Bei den Neubrandenburger Stadtwerken beträgt sein vorläufiges Netzentgelt 14.820 €. Bei den Netzwerken Saarlouis sind es laut gelieferter Datenbasis 37.086 €. Verbrauch und Last bleiben gleich; der Preis unterscheidet sich um Faktor 2,5.

Bei Betrieben mit Leistungsmessung bestehen die Netzentgelte aus einem Leistungspreis je kW Jahreshöchstlast und einem Arbeitspreis je kWh. Laut Artikelgrundlage entfallen typischerweise 20 bis 30 % des Strompreises auf die Netznutzung.

Der cleverwatt-Netzentgelt-Monitor prüft täglich die Veröffentlichungsseiten von 820 Verteilnetzbetreibern. Er lädt Preisblätter, extrahiert Jahresleistungspreistabellen und prüft Zahlen gegen den Dokumenttext. Die aktuelle Auswertung umfasst 20 Netzbetreiber; alle 2027-Werte sind vorläufig.

Was sind vorläufige Netzentgelte und warum werden sie jetzt veröffentlicht?

Nach § 20 Abs. 1 Satz 2 EnWG müssen Netzbetreiber die voraussichtlichen Entgelte des Folgejahres bis zum 15. Oktober veröffentlichen. Endgültige Preisblätter erscheinen meist Mitte bis Ende Dezember. Sie gelten ab dem 1. Januar des Folgejahres.

Für 2027 bestehen zwei Vorbehalte. Das Gesetz zum Bundeszuschuss war nach dem gelieferten Stand Anfang Oktober noch nicht verabschiedet. Vorgesehen sind 5,525 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds über einen geplanten § 24d EnWG.

Die Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichten ihre vorläufigen Entgelte unter diesem Finanzierungsvorbehalt. Ohne Rechtssicherheit bis Anfang Dezember dürften die endgültigen Werte höher ausfallen. Außerdem können Behördenbescheide oder Gerichtsentscheidungen die Erlösobergrenzen verändern; wesernetz Bremen nennt entsprechende Vorbehalte im Preisblatt 2027.

Was passiert, wenn der Bundeszuschuss nicht kommt?

Ohne Zuschuss lägen die durchschnittlichen Übertragungsnetzentgelte laut Artikelgrundlage bei 6,52 statt 3,54 ct/kWh. Die Differenz beträgt 2,98 ct/kWh. Auf 400.000 kWh bezogen entspricht das rechnerisch 11.920 €; die tatsächliche Weitergabe hängt von Spannungsebene und Verteilnetzgebiet ab.

Übertragungsnetz: Preise von 2023 bis 2027

Durchschnitt auf Höchst- und Umspannungsebene in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh). Kein Gesamtpreis für einen Mittelspannungsbetrieb.

2023 und 2026 mit Bundeszuschuss; 2024 und 2025 ohne Zuschuss. *2027 vorläufig mit geplantem Zuschuss.

Vergleich 2026 ohne Bundeszuschuss: Ein belegter Durchschnittswert liegt für diese Auswertung noch nicht vor. 6,65 ct/kWh ist der Wert für 2025, nicht der Vergleichswert für 2026.

Quelle: cleverwatt Netzentgelt-Monitor, Stand 10.10.2026

Wie viele Netzbetreiber haben ihre Netzentgelte 2027 schon veröffentlicht?

Am 10. Oktober 2026 lagen im cleverwatt-Monitor 28 vorläufige Preisblätter von 820 öffentlichen Verteilnetzbetreibern vor. Davon sind 20 ausgewertet. ene’t meldete am 9. Oktober 30 veröffentlichte Stromnetzbetreiber bei einer anderen Grundgesamtheit von 839.

Zu den erfassten Betreibern gehören Netze BW, EAM Netz, ENERVIE Vernetzt, Pfalzwerke Netz und SWM Infrastruktur. Auch TEN Thüringer Energienetze, Bielefelder Netz und Netzgesellschaft Düsseldorf sind enthalten. Für Bayernwerk, Avacon, Westnetz, Schleswig-Holstein Netz und E.DIS meldete die Artikelgrundlage am 10. Oktober noch keine Veröffentlichung.

Veröffentlichungsstand des cleverwatt-Monitors
DatumVeröffentlichte Netzbetreiber
08.10.202619
09.10.202627
10.10.202628

Nach den Erfahrungen aus den Vorjahren veröffentlicht die Mehrheit in den letzten drei Tagen vor dem Stichtag. Die Auswertung soll mit weiteren Preisblättern wachsen. Der hier dokumentierte Datenstand bleibt der 10. Oktober 2026.

Wie hoch sind die Netzentgelte 2027 je Spannungsebene?

Unter 2.500 Benutzungsstunden ist der Leistungspreis vergleichsweise niedrig und der Arbeitspreis hoch. Ab 2.500 Stunden kehrt sich das Verhältnis um. Die folgende Tabelle zeigt Mittelwerte und Spannen aus der aktuellen Stichprobe von 20 Netzbetreibern.

Vorläufige Preise 2027: LP in €/kW und Jahr, AP in ct/kWh; Spanne in Klammern
Spannungsebene / nLP <2.500 hAP <2.500 hLP ≥2.500 hAP ≥2.500 h
Niederspannungn = 1833,53(3,41–76,21)7,39(4,93–11,06)151,65(83,33–197,24)2,39(0,28–4,18)
Umspannung MS/NSn = 1826,02(5,48–63,51)6,35(4,60–8,59)151,71(119,57–207,62)1,20(0,23–2,29)
Mittelspannungn = 1821,65(6,50–54,63)5,52(3,38–7,91)131,51(75,35–178,60)0,98(0,27–2,13)
Umspannung HS/MSn = 1017,09(7,41–24,89)5,00(3,93–5,92)130,09(110,52–156,74)0,48(0,11–1,48)
Hochspannungn = 914,65(6,24–23,47)4,38(2,08–5,88)116,62(50,23–155,42)0,30(0,15–0,55)

Die Jahresbenutzungsdauer ist der Quotient aus Jahresverbrauch in kWh und Jahreshöchstlast in kW. Ab 2.500 Stunden gilt der Tarif mit höherem Leistungs- und niedrigerem Arbeitspreis. Der Beitrag zur 2.500-Benutzungsstunden-Regel erklärt die Berechnung und Tarifwirkung.

Ein Gewerbebetrieb mit 100.000 kWh erreicht bei 50 kW Höchstlast genau 2.000 Stunden. Bei 35 kW erreicht er rund 2.857 Stunden. In den gelieferten Abnahmefällen sinken die durchschnittlichen jährlichen Kosten von 9.064 auf 7.694 €, also um 1.370 €.

Wie haben sich die Netzentgelte von 2023 bis 2027 entwickelt?

Das konstante historische Panel umfasst 195 Netzbetreiber. Der Industriefall kostete 2023 durchschnittlich 26.970 €, 2024 rund 33.479 € und 2025 rund 33.467 €. Im Jahr 2026 sank der Panelwert auf 28.241 €.

Jährliche Netzkosten: 2023 bis 2027

Beispielbetrieb in Mittelspannung: 400.000 kWh Jahresverbrauch, 200 kW Höchstleistung. Durchschnitt aus 195 Netzbetreibern bis 2026.

Netzkosten in Tsd. € pro Jahr, netto · Balkenwerte in €

*2027: Hochrechnung, kein gemessener Durchschnitt. Der Wert von 2026 wird mit dem bisherigen Anstieg von 7,6 % aus 15 vergleichbaren Netzbetreibern fortgeschrieben.

2026 berücksichtigt den Bundeszuschuss. Ein Vergleich ohne Zuschuss benötigt die passenden Preisblätter derselben 195 Netzbetreiber; der Durchschnitt des Übertragungsnetzes lässt sich nicht direkt übertragen.

Quelle: cleverwatt Netzentgelt-Monitor, Stand 10.10.2026

Der 2027-Balken ist eine Fortschreibung, kein vollständiger Panelvergleich. Die Veränderung von +7,6 % stammt aus 15 vergleichbaren Netzbetreibern. Auf den Panelwert 2026 übertragen ergibt sich nach der gelieferten Datenreihe ein gerundeter Wert von 30.387 €.

2023 subventionierte der Bund die Übertragungsnetzentgelte. Nach dem Verfassungsgerichtsurteil zum Klima- und Transformationsfonds vom November 2023 entfiel der geplante Zuschuss für 2024. Die durchschnittlichen Übertragungsnetzentgelte stiegen auf 6,43 ct/kWh und 2025 auf 6,65 ct/kWh.

Der Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro senkte den Durchschnitt 2026 auf 2,86 ct/kWh. Für 2027 soll ein Zuschuss von 5,525 Milliarden Euro gelten. Unter diesem Vorbehalt beträgt das vorläufige durchschnittliche Übertragungsnetzentgelt 3,54 ct/kWh.

Warum verteilt sich der Anstieg so ungleich?

Beim Gewerbefall werden 8 von 15 vergleichbaren Netzbetreibern teurer, davon 3 um mehr als 10 %. In der Mittelspannung steigen die Kosten bei 9 von 15, davon bei 4 um mehr als 10 %. Dort zieht Saarlouis mit gemeldeten +63,2 % den Mittelwert nach oben; der Median der Veränderungen liegt bei rund +3 %.

Niederspannungsentgelte tragen auch Kosten vorgelagerter Ebenen. Der Ausbau für Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur und PV-Einspeisung dürfte regionale Unterschiede mitprägen. Aus der kleinen Stichprobe lässt sich die Bedeutung einzelner Kostentreiber jedoch nicht belastbar ableiten: Der Vorjahresvergleich umfasst 15 Netzbetreiber.

Welche Netzbetreiber sind 2027 am teuersten und am günstigsten?

Die Rangliste betrifft ausschließlich Mittelspannung mit 400.000 kWh und 200 kW Jahreshöchstlast. Sie bewertet weder Versorgungsqualität noch Wirtschaftlichkeit der Netzbetreiber. Kosten können etwa mit Siedlungsdichte und Ausbaubedarf zusammenhängen; ausgewertet sind 20 Netzbetreiber aus elf Bundesländern.

Die fünf höchsten Werte

  1. 1

    Netzwerke Saarlouis GmbH

    +63,2 % gegenüber 2026

    37.086 €
  2. 2

    eneREGIO GmbH

    +3,4 % gegenüber 2026

    34.656 €
  3. 3

    ENERVIE Vernetzt GmbH

    +10,2 % gegenüber 2026

    29.802 €
  4. 4

    Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz GmbH

    Kein Vorjahresvergleich verfügbar

    28.902 €
  5. 5

    Netze BW GmbH

    -0,5 % gegenüber 2026

    28.464 €

Die fünf niedrigsten Werte

  1. 1

    Neubrandenburger Stadtwerke GmbH

    +5,4 % gegenüber 2026

    14.820 €
  2. 2

    EAM Netz GmbH

    -0,4 % gegenüber 2026

    20.176 €
  3. 3

    Netzgesellschaft Düsseldorf mbH

    +9,0 % gegenüber 2026

    23.106 €
  4. 4

    Stadtwerke Hemau

    -10,2 % gegenüber 2026

    23.724 €
  5. 5

    Stromversorgung Angermünde GmbH

    -1,9 % gegenüber 2026

    24.472 €

Der stärkste gelieferte Rückgang liegt bei Stadtwerke Hemau mit −10,2 %. ENERVIE Vernetzt steigt um +10,2 %. Der Saarlouis-Wert von +63,2 % steht noch unter dem im Input geforderten manuellen Preisblatt-Abgleich; dieser wurde für den Beitrag nicht unabhängig vorgenommen.

Was bedeutet das für Ihre Stromkosten 2027 und wie können Sie reagieren?

  1. 1
    Lastspitzen kappen

    In Mittelspannung kostet jedes kW Jahreshöchstlast unter 2.500 Stunden im Mittel 21,65 €. Ab 2.500 Stunden sind es 131,51 €. Solange die Tarifstufe gleich bleibt, sparen 50 kW weniger Spitze rechnerisch rund 1.100 beziehungsweise 6.600 € jährlich.

  2. 2
    Benutzungsstunden über 2.500 Stunden heben

    Ein Speicher kann die Jahreshöchstlast glätten und damit den Tarifwechsel ermöglichen. Beim Gewerbefall sinken die gelieferten Durchschnittskosten von 9.064 auf 7.694 €. Das sind 1.370 € oder rund 15,1 % weniger.

  3. 3
    Atypische Netznutzung prüfen

    Eine Verlagerung aus Hochlastzeitfenstern kann ein individuelles Netzentgelt nach § 19 Abs. 2 StromNEV ermöglichen. Bis zu 80 % Entlastung setzen eine geeignete Konstellation und weitere Voraussetzungen voraus. Eine Lastreduktion von 20 % allein ist keine Zusage; Schwellen und Fristen sind beim Netzbetreiber zu prüfen.

Der Beitrag zur atypischen Netznutzung nach § 19 StromNEV erläutert die Voraussetzungen. Bei einer Erhöhung der Anschlussleistung sollte zusätzlich der Baukostenzuschuss 2026 geprüft werden. Die Netzentgelt-Auswertung erfasst ausschließlich laufende Jahresentgelte, keine einmaligen Anschlusskosten.

Warum ist 2027 das vorletzte Jahr der heutigen Netzentgeltsystematik?

Die Stromnetzentgeltverordnung läuft zum 31. Dezember 2028 aus. Im AgNES-Verfahren soll die Bundesnetzagentur die Systematik für die Zeit ab 1. Januar 2029 neu festlegen. Nach dem Stand der Artikelgrundlage wird eine endgültige Festlegung für Ende 2026 erwartet.

Diskutiert werden ein vorab bestellter Kapazitätspreis, gestaffelte Arbeitspreise und das Ende heutiger Privilegien für Bandlast und atypische Netznutzung. Die AgNES-Reform der Netzentgelte ab 2029 ist deshalb als geplante Entwicklung zu behandeln. Für 2027 und 2028 gilt noch die heutige Systematik mit der 2.500-Stunden-Grenze.

Wie cleverwatt unterstützt

clever.Report analysiert einen vollständigen Stromlastgang mit Viertelstundenwerten gegen das Preisblatt des zuständigen Netzbetreibers. Die Auswertung zeigt Kosten aus Lastspitzen, die Erreichbarkeit der 2.500-Stunden-Grenze und mögliche Speichereffekte. Die Artikelgrundlage nennt typische identifizierte Potenziale von 40 bis 55 % der Stromkosten; dies ist keine individuelle Einsparzusage.

clever.EMS steuert Speicher und flexible Verbraucher in kritischen Viertelstunden. Als Referenz nennt die Artikelgrundlage Ferratec mit rund 2 Millionen kWh Jahresverbrauch: 163 kW weniger Spitzenlast, 80 % Netzentgelt-Entlastung durch atypische Netznutzung und 45.000 € jährliche Einsparung. Eine einzelne Viertelstundenspitze verursachte dort zuvor 29.000 € jährliches Netzentgelt.

Der Netzentgelt-Monitor liest Veröffentlichungen täglich ein. Aktualisierungen dieses Beitrags sind nach dem 15. Oktober und nach den endgültigen Preisblättern im Dezember vorgesehen. Der derzeitige Datenstand ist der 10. Oktober 2026.

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Fazit

Die ersten Abnahmefälle liegen bei denselben Netzbetreibern im Mittel rund 7,6 % über 2026. Die Spanne im Industriefall beträgt ungefähr Faktor 2,5. Die Übertragungsnetzentgelte steigen vorläufig um rund 24 %; die endgültigen Werte hängen unter anderem vom geplanten Bundeszuschuss von 5,525 Milliarden Euro ab.

Analysieren Sie Ihren Lastgang und prüfen Sie Benutzungsstunden sowie Spitzenlast. Die neuen Jahresentgelte gelten ab dem 1. Januar 2027.

Methodik und Datenbasis

Datenbasis sind 820 öffentliche Stromverteilnetzbetreiber aus dem Marktstammdatenregister, ohne geschlossene Verteilernetze. Der Monitor prüft täglich Veröffentlichungsseiten, lädt Preisblätter und extrahiert Leistungs- und Arbeitspreise unter sowie ab 2.500 Benutzungsstunden. Plausibilitätsprüfungen gleichen Werte gegen den Dokumenttext ab. Am 10. Oktober 2026 sind 20 von 28 gefundenen Preisblättern ausgewertet.

Abnahmefälle: Netzentgelt = Leistungspreis × Jahreshöchstlast + Arbeitspreis × Jahresverbrauch; ct/kWh werden in €/kWh umgerechnet. Alle Beträge sind netto, ohne Umlagen, Konzessionsabgabe, Messstellenbetrieb und Umsatzsteuer. Je Abnahmefall liegen 18 Werte vor; der Vorjahresvergleich umfasst 15 Netzbetreiber. Das historische Panel 2023 bis 2026 umfasst 195 Netzbetreiber.

Die 2027-Fortschreibung ist eine Projektion, kein vollständiger Paneldurchschnitt. Ein unabhängiger Abgleich mit dem aktuellen Tagesbericht und dem Saarlouis-Preisblatt steht noch aus.

Quellen der Artikelgrundlage: Preisblätter der Netzbetreiber, § 20 EnWG, Veröffentlichungen der vier Übertragungsnetzbetreiber vom 1. Oktober 2026 und ene’t-Erfassungsstand vom 9. Oktober 2026. Alle Werte für 2027 sind vorläufig.

Zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2026
Autor: cleverwatt Redaktion, Energiemarkt-Team

Häufige Fragen zu den Netzentgelten 2027

Die vorläufigen Netzentgelte müssen nach § 20 Abs. 1 EnWG bis zum 15. Oktober 2026 veröffentlicht werden. Die endgültigen Entgelte gelten ab 1. Januar 2027. Die Preisblätter erscheinen in der Praxis meist Mitte bis Ende Dezember.

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Jakob Ackermann, Geschäftsführer, cleverwatt

Jakob Ackermann

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