Dynamische Stromtarife
Dynamische Stromtarife geben die stündlichen Börsenpreise des Day-Ahead-Marktes direkt an den Endkunden weiter — wer Lasten zeitlich verschiebt, kann erheblich sparen.
Wie funktioniert es?
Der Lieferant kalkuliert je Stunde: Börsenpreis + Netzentgelt + Steuern/Abgaben + Vertriebsmarge. Verbraucher sehen 24 Stunden im Voraus die Preise und können ihre Lasten entsprechend planen — manuell oder über ein EMS. Voraussetzung: intelligentes Messsystem (Smart Meter Gateway).
Ein Mittelständler mit 800.000 kWh/Jahr und 40 % flexiblem Anteil verschiebt seinen Verbrauch in Niedrigpreisstunden. Bei einem mittleren Spread von 4 ct/kWh ergibt das 12.800 € Ersparnis pro Jahr — vorausgesetzt, die Steuerung läuft automatisch.
Für wen relevant?
Gewerbe und Industrie mit zeitlich verschiebbaren Verbrauchern (Kälte, Pumpen, Speicher, Lade-/Wärmepumpen). Privatkunden mit Wärmepumpe oder Wallbox profitieren ebenfalls.
Häufige Fragen
Dynamische Tarife wirtschaftlich nutzen
clever.EMS plant Ihre Lasten anhand der Day-Ahead-Preise — vollautomatisch und ohne manuelles Eingreifen.
Mehr zu clever.EMSVerwandte Begriffe
Spotmarkt / Day-Ahead-Markt
Der Day-Ahead-Markt ist der zentrale europäische Strombörsenmarkt, an dem Strom für den Folgetag in Stundenblöcken gehandelt wird. Die Preise bilden die Referenz für dynamische Stromtarife.
Arbeitspreis
Der Arbeitspreis ist der verbrauchsabhängige Bestandteil von Strom- und Netzentgelt-Tarifen — gemessen in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh).
Smart Meter (intelligentes Messsystem)
Ein intelligentes Messsystem (iMSys) besteht aus einer modernen Messeinrichtung und einem Smart-Meter-Gateway. Es erfasst Verbrauchswerte viertelstündlich und übermittelt sie verschlüsselt an berechtigte Marktteilnehmer.
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