Demand Side Management (DSM)
Demand Side Management bezeichnet die gezielte Beeinflussung der Stromnachfrage von Verbrauchern, um Netzstabilität, Marktpreise und Eigenverbrauch zu optimieren.
Wie funktioniert es?
DSM umfasst alle Maßnahmen, die Last verschieben (Load Shifting), reduzieren (Peak Clipping) oder zuschalten (Valley Filling). Im industriellen Kontext geschieht das über automatisierte Steuerung flexibler Verbraucher — basierend auf Preissignalen vom Spotmarkt, Netzentgelt-Strukturen oder Eigenerzeugungsprognosen. DSM ist die operative Umsetzung von Demand Response auf Unternehmensebene.
Ein Lebensmittelproduzent verschiebt nächtliche Kälteerzeugung in Stunden mit negativen Spotpreisen und spart so pro Verschiebung 8–15 €/MWh — bei 2 GWh verschobener Energie sind das 16.000 bis 30.000 € pro Jahr.
Für wen relevant?
Industriebetriebe mit hohem, steuerbarem Lastanteil (Kälte, Pumpen, Kompressoren, Elektrolyse, Lade-/Wärmepumpen). Wirtschaftlich attraktiv mit dynamischen Tarifen, atypischer Netznutzung oder Direktvermarktung von Flexibilität.
Häufige Fragen
DSM automatisieren mit clever.EMS
KI-basierte Lastverschiebung über alle Flexibilitäten — optimiert auf Spotmarkt, Eigenverbrauch und Netzentgelte.
Mehr zu clever.EMSVerwandte Begriffe
Flexibilität
Flexibilität bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen Stromverbrauch oder seine Erzeugung gezielt zeitlich anzupassen — die zentrale Ressource der Energiewende.
Lastmanagement
Lastmanagement ist die gezielte Steuerung des Stromverbrauchs im Unternehmen, um Lastspitzen zu vermeiden, Netzentgelte zu senken und vorhandene Flexibilität wirtschaftlich zu nutzen.
Virtuelles Kraftwerk (VPP)
Ein virtuelles Kraftwerk bündelt viele dezentrale Erzeuger, Speicher und flexible Verbraucher zu einem koordinierten Verbund, der als ein Marktteilnehmer am Strommarkt agiert.
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