Lastgang
Der Lastgang ist die zeitliche Aufzeichnung des Stromverbrauchs eines Unternehmens in 15-Minuten-Intervallen über einen längeren Zeitraum.
Wie funktioniert es?
Bei einer registrierenden Leistungsmessung (RLM) erfasst der Zähler den Verbrauch viertelstündlich und übermittelt die Werte automatisch an den Netzbetreiber. Aus diesen Datenpunkten — typisch 35.040 pro Jahr — entsteht der Lastgang. Er ist die Grundlage für die Abrechnung des Leistungspreises, für Benutzungsdauer-Berechnungen und für die Bewertung von Einsparpotenzialen.
Ein Lastgang über 12 Monate zeigt eine Jahresspitze von 380 kW an einem Werktag um 10:15 Uhr und einen Grundlastsockel von 90 kW. Daraus lassen sich Einsparpotenziale durch Peak Shaving, atypische Netznutzung und PV-Eigenverbrauch quantifizieren.
Für wen relevant?
Pflicht für alle Verbraucher mit RLM-Messung (ab 100.000 kWh Jahresverbrauch oder 100 kW Bezugsleistung). Für jede Optimierungs-, Beschaffungs- oder Speicheranalyse die wichtigste Datenquelle.
Häufige Fragen
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Mehr zu clever.ReportVerwandte Begriffe
Registrierende Leistungsmessung (RLM)
Die registrierende Leistungsmessung (RLM) erfasst den Stromverbrauch viertelstündlich und ist Pflicht für Unternehmen mit mehr als 100.000 kWh Jahresverbrauch oder über 100 kW Bezugsleistung.
Lastspitze
Eine Lastspitze ist die höchste viertelstündlich gemessene Leistung am Netzanschluss innerhalb eines Abrechnungszeitraums — und damit der Bezugspunkt für den Leistungspreis.
Benutzungsdauer (Benutzungsstunden)
Die Benutzungsdauer ist eine Kennzahl, die angibt, wie gleichmäßig ein Verbraucher seine Bezugsleistung im Jahr ausnutzt — berechnet als Jahresverbrauch geteilt durch Jahreshöchstlast.
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