Lastspitze
Eine Lastspitze ist die höchste viertelstündlich gemessene Leistung am Netzanschluss innerhalb eines Abrechnungszeitraums — und damit der Bezugspunkt für den Leistungspreis.
Wie funktioniert es?
Bei RLM-Kunden ermittelt der Netzbetreiber das Maximum aller Viertelstundenmittelwerte im Jahr. Dieses einzelne Maximum multipliziert mit dem Leistungspreis ergibt einen Teil des Netzentgelts. Schon eine kurze, unerkannte Spitze — etwa beim parallelen Anlauf mehrerer Maschinen — bestimmt damit die Leistungskosten für 12 Monate.
Ein Betrieb mit normalerweise 250 kW Bezug fährt einmalig zwei zusätzliche Maschinen gleichzeitig hoch und erreicht 420 kW für 15 Minuten. Bei 120 €/kW Leistungspreis kostet diese eine Viertelstunde 20.400 € — über das ganze Jahr.
Für wen relevant?
Alle Unternehmen mit Leistungsmessung. Branchen mit Anlauflasten (Kompressoren, Pumpen, Kälte), Schichtbetrieben oder PV-Schwankungen sind besonders exponiert.
Häufige Fragen
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Mehr zu clever.EMSVerwandte Begriffe
Lastspitzenkappung (Peak Shaving)
Lastspitzenkappung — international Peak Shaving — bezeichnet das gezielte Absenken kurzzeitiger Leistungsspitzen am Netzanschluss, um den Leistungspreis im Netzentgelt zu reduzieren.
Leistungspreis
Der Leistungspreis ist der Teil des Netzentgelts, der mit der höchsten Viertelstundenleistung des Jahres multipliziert wird — und damit der größte Hebel zur Netzentgeltreduktion bei RLM-Kunden.
Lastgang
Der Lastgang ist die zeitliche Aufzeichnung des Stromverbrauchs eines Unternehmens in 15-Minuten-Intervallen über einen längeren Zeitraum.
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