Leistungspreis
Der Leistungspreis ist der Teil des Netzentgelts, der mit der höchsten Viertelstundenleistung des Jahres multipliziert wird — und damit der größte Hebel zur Netzentgeltreduktion bei RLM-Kunden.
Wie funktioniert es?
Der Netzbetreiber misst über das Jahr alle Viertelstundenmittelwerte. Die höchste Spitze (in kW) wird mit dem Leistungspreis (in €/kW) multipliziert. Diese Position erscheint einmalig auf der Jahresabrechnung — bestimmt aber, was eine einzelne überschrittene Viertelstunde wirklich kostet. Die Höhe variiert nach Netzbetreiber, Spannungsebene und Benutzungsdauer.
Ein Betrieb mit 450 kW Jahresspitze und 120 €/kW Leistungspreis zahlt 54.000 € pro Jahr nur für die Leistung. Eine Reduktion um 80 kW spart 9.600 € — jedes Jahr.
Für wen relevant?
Alle Verbraucher mit registrierender Leistungsmessung (RLM). Besonders relevant für Betriebe mit volatilen Lastprofilen, Anlauflasten oder gleichzeitig laufenden Großverbrauchern.
Häufige Fragen
Leistungspreis automatisch senken
clever.EMS prognostiziert Lastspitzen und kappt sie vollautomatisch — bevor sie auf die Abrechnung kommen.
Mehr zu clever.EMSVerwandte Begriffe
Arbeitspreis
Der Arbeitspreis ist der verbrauchsabhängige Bestandteil von Strom- und Netzentgelt-Tarifen — gemessen in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh).
Lastspitze
Eine Lastspitze ist die höchste viertelstündlich gemessene Leistung am Netzanschluss innerhalb eines Abrechnungszeitraums — und damit der Bezugspunkt für den Leistungspreis.
Lastspitzenkappung (Peak Shaving)
Lastspitzenkappung — international Peak Shaving — bezeichnet das gezielte Absenken kurzzeitiger Leistungsspitzen am Netzanschluss, um den Leistungspreis im Netzentgelt zu reduzieren.
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