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Netzentgelte & Regulatorik

Redispatch 2.0

Redispatch ist die Notmaßnahme der Netzbetreiber, kraftwerksseitig die Einspeisung anzupassen, wenn das Stromnetz lokal überlastet ist — seit 2021 unter Redispatch 2.0 auch für EE-Anlagen ab 100 kW.

Wie funktioniert es?

Droht ein Netzengpass, weist der Netzbetreiber an, dass Kraftwerke vor dem Engpass die Erzeugung reduzieren und Kraftwerke dahinter sie erhöhen. Seit Redispatch 2.0 (Oktober 2021) sind auch PV- und Windanlagen ab 100 kW eingebunden. Die abgeregelte Energie wird finanziell entschädigt (bilanziell oder pauschal) — der Stromfluss aber wird physisch reduziert.

Rechenbeispiel

Eine 800-kWp-PV-Anlage in Bayern wird an einem sonnigen Tag für 4 Stunden vollständig abgeregelt. Bei 700 kW mittlerer Einspeisung gehen 2.800 kWh verloren. Entschädigung erfolgt — wirtschaftlicher Schaden entsteht nur dann, wenn auch Eigenverbrauch wegfällt.

Für wen relevant?

Betreiber von PV-Anlagen ab 100 kW, Wind, Bioenergie und KWK. Indirekt alle Stromverbraucher, da Redispatch-Kosten über die Netzentgelte umgelegt werden.

Häufige Fragen

Praxis

Redispatch-Schutz mit Speicher und EMS

Wir prüfen, ob ein Batteriespeicher Ihre PV-Abregelung wirtschaftlich abfedert — inkl. Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Zum Artikel PV-Abregelung

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Jakob Ackermann, Geschäftsführer, cleverwatt

Jakob Ackermann

Geschäftsführer, cleverwatt