Baukostenzuschuss (BKZ)
Der Baukostenzuschuss ist eine einmalige Zahlung an den Netzbetreiber, wenn ein Verbraucher seine Anschlussleistung erhöht oder einen neuen Netzanschluss benötigt.
Wie funktioniert es?
Der Netzbetreiber kalkuliert anhand der neu beantragten Leistung (kW) die anteiligen Kosten für Netzverstärkungen und Erschließung. Der BKZ wird nach NDAV-Vorgaben berechnet und ist nicht verhandelbar. Typische Größenordnung: 50–250 €/kW zusätzlicher Bezugsleistung, in Lastgebieten auch deutlich mehr. Hinzu kommen ggf. Kosten für Hausanschluss und Trafostation.
Ein Betrieb möchte für eine neue Schnellladeinfrastruktur die Anschlussleistung um 400 kW erhöhen. Bei 150 €/kW BKZ entstehen 60.000 € Einmalkosten — oft die größte Position einer Ladeinfrastruktur-Investition.
Für wen relevant?
Unternehmen mit geplantem Ausbau: neue Maschinen, Erweiterung Produktion, Ladeinfrastruktur, Wärmepumpen, Speicher. Vor jedem Erweiterungsprojekt wirtschaftlich zu prüfen.
Häufige Fragen
BKZ vermeiden durch Lastmanagement
Wir zeigen, wie Sie neue Verbraucher anschließen ohne die Anschlussleistung zu erhöhen — und sparen sich oft den BKZ vollständig.
Mehr zu clever.EMSVerwandte Begriffe
Leistungspreis
Der Leistungspreis ist der Teil des Netzentgelts, der mit der höchsten Viertelstundenleistung des Jahres multipliziert wird — und damit der größte Hebel zur Netzentgeltreduktion bei RLM-Kunden.
Lastmanagement
Lastmanagement ist die gezielte Steuerung des Stromverbrauchs im Unternehmen, um Lastspitzen zu vermeiden, Netzentgelte zu senken und vorhandene Flexibilität wirtschaftlich zu nutzen.
Lademanagement
Lademanagement koordiniert mehrere Ladepunkte für E-Fahrzeuge so, dass die verfügbare Anschlussleistung optimal genutzt und teure Netzausbauten vermieden werden.
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