Lademanagement
Lademanagement koordiniert mehrere Ladepunkte für E-Fahrzeuge so, dass die verfügbare Anschlussleistung optimal genutzt und teure Netzausbauten vermieden werden.
Wie funktioniert es?
Ein Lademanagement-System (LMS) misst die aktuelle Gesamtlast am Netzanschluss und verteilt die freie Leistung dynamisch auf alle aktiven Ladevorgänge. Statisches Lademanagement teilt fest, dynamisches Lademanagement berücksichtigt zusätzlich PV-Überschuss, Lastspitzen-Vermeidung, Nutzerpriorität und Spotmarktpreise. Ein EMS verbindet das LMS mit anderen Energieflüssen.
Ein Betrieb mit 10 Wallboxen à 22 kW (Summe 220 kW) braucht ohne Lademanagement eine 220-kW-Anschlusserweiterung (BKZ ca. 33.000 €). Mit dynamischem Lademanagement reichen 80 kW Anschluss — Ersparnis ca. 21.000 € BKZ + dauerhaft niedrigerer Leistungspreis.
Für wen relevant?
Unternehmen mit 4+ Ladepunkten, Logistikflotten, Mitarbeiterparkplätzen und öffentlich zugänglichen Schnellladern. Bereits ab 2 Wallboxen wirtschaftlich, sobald die Anschlussleistung knapp wird.
Häufige Fragen
Lademanagement intelligent planen
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Zum Ladeinfrastruktur-ArtikelVerwandte Begriffe
Lastmanagement
Lastmanagement ist die gezielte Steuerung des Stromverbrauchs im Unternehmen, um Lastspitzen zu vermeiden, Netzentgelte zu senken und vorhandene Flexibilität wirtschaftlich zu nutzen.
§ 14a EnWG (steuerbare Verbrauchseinrichtungen)
§ 14a EnWG verpflichtet Betreiber steuerbarer Verbrauchseinrichtungen (Wärmepumpen, Wallboxen, Speicher) zur Netzdienlichkeit — im Gegenzug für reduzierte Netzentgelte.
Baukostenzuschuss (BKZ)
Der Baukostenzuschuss ist eine einmalige Zahlung an den Netzbetreiber, wenn ein Verbraucher seine Anschlussleistung erhöht oder einen neuen Netzanschluss benötigt.
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